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Der Jugendfußball hat ein großes Problem – doch die Lösung steht parat

Deutsche Talente sind in der Bundesliga aktuell eine Rarität. Der DFB ist alarmiert und warnt sogar. Dabei muss man sich nur eine entscheidende Frage stellen – und die Antwort darauf ist ganz einfach.

Aktuell dürfte es vielen deutschen Fußballfans so gehen wie Bill Murray im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. In besagtem Film steckt der Schauspieler in der Rolle des Phil Connors in einer Zeitschleife fest und erlebt einen Tag immer wieder aufs Neue. Genauso stößt mancher Fußballfan zurzeit immer wieder auf Meldungen, in denen Fußball-Fachmänner, oft ist es U21-Bundestrainer Stefan Kuntz, das Fehlen der Eigengewächse in der Bundesliga kritisiert. Von einer ungewissen Zukunft und Sorge um die Nationalmannschaft ist dabei die Rede.

Doch stimmt das auch wirklich und falls ja, wie prekär ist die Lage?
Drastischer Abfall an Chancen für U21-Spieler

Die jüngsten Aussagen des DFB passen ins Bild. Bei einem Mediengespräch Mitte Februar sprach DFB-Direktor Oliver Bierhoff von „klar warnenden Tendenzen“ im Jugendfußball. Mal wieder geht es um die fehlenden deutschen Talente in der Bundesliga. Es hapert stark am Sprung aus dem eigenen Nachwuchs in das Fußball-Oberhaus. Die Zukunft bis zur EM 2024 sei zwar gesichert, doch was danach passiert, ist noch ungewiss, so Bierhoff. Die Zahlen belegen tatsächlich eine schwierige Perspektive für junge deutsche Spieler, zumindest in der Bundesliga. Die DFL hat in ihrem jährlichen Sportreport analysiert, dass deutsche U21-Spieler in der Hinrunde der aktuellen Bundesligasaison zu nur drei Prozent an der Gesamtspielzeit aller Profis beteiligt waren. Vor zwei Jahren waren es noch 7,8 Prozent. Die Anzahl ist um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Kein Wunder, dass es auch den wenigen deutschen U21-Bundesligaprofis auffällt.

Das Beispiel Rasenballsport Leipzig

Ridle Baku von Mainz 05 sagte im Interview mit t-online.de vor Kurzem: „Zählen Sie nur einmal, wie viele deutsche und wie viele ausländische Talente in der Bundesliga zum Einsatz kommen und wie viele sich im Vergleich dazu in den heimischen Ligen durchsetzen. Allein daran sieht man, dass der ausländische Fußballnachwuchs aktuell einen Vorsprung hat.“

Die Bundesliga-Klubs setzen immer mehr auf Talente aus Frankreich oder England. Das beste Beispiel ist Rasenballsport Leipzig. Mit Nordi Mukiele, Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano haben die Sachsen gleich drei aktive französische U21-Nationalspieler unter Vertrag, die mehr oder weniger einen Stammplatz im Team haben. Ein deutscher U21-Nationalspieler ist im Kader nicht zu finden.

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