LadyKick wirft einen kurzen Blick zurück auf das Jahr 2013 aus der Sicht des Frauenfussballs.

Ladykick wäre heute nicht da, wo es heute ist, ohne die tolle Unterstützung von vielen Leuten, so beispielsweise von Nationalspielerin Lia Wälti (Bild) und anderen Fussballerinnen. Deshalb danken wir.
Es war ein spannendes Jahr. Das kann man sicher nicht leugnen. Mit Höhen und Tiefen, mit schönen und harten Momenten.
Das Highlight schlechthin aus deutscher Sicht war sicherlich der Europameistertitel. Gespannt war man auf den Bildschirm gebannt. Eine Nation hat Schwarz-Rot-Gold wieder herausgehängt. Die Nationalspielerinnen haben nach der herben Enttäuschung an der Heim-WM in Schweden gezeigt, dass sie trotz Verjüngunsprozess ein solch grosses Turnier gewinnen kann. Denn man kann ohne zu übertreiben behaupten, dass sich die jungen Wilden perfekt integriert haben ins Silvia Neids Elf. Nicht nur eine Mannschaft sondern ein Team haben wir zu Gesicht gekriegt, welches die halbe Nation vor den Bildschirm zog. Einer der schönsten Momente des deutschen Frauenfussballs.
Vor der EM kamen aber einige harten Zeiten zum Zug. Deutschland litt mit seinen Publikumslieblingen. So versuchten Lira Bajramaj und Alex Popp nach ihren Verletzungen wieder zurückzukommen. Eine schwierige Zeit für beide Spielerinnen, welche sie aber doch glücklich überwunden haben. Uns freut’s!
Wollen wir auf den Clubfussball zurückkehren. In Deutschland kam es zu einer Premiere. Der VfL Wolfsburg holte sich den Meistertitel und löste somit den Zweikampf zwischen dem FFC Frankfurt und Turbine Potsdam ab. Die “Wölfinnen” holten sich zugleich auch noch den DFB-Pokal und waren auch in der Champions League nicht zu stoppen. Ein Triple also für das Team aus Wolfsburg. Zwar musste man auch hier bis in die letzte Sekunde zittern, aber im Nachhinein ist uns das egal. Deutschland konnte einen weiteren Grosserfolg im Frauenfussball feiern.
Auch in der Schweizer Clublandschaften konnte man wichtige Etappen feiern. So schaffte der FC Zürich, welcher in der letzten heimischen Meisterschaft ohne Punktverlust blieb, den Sprung ins Sechzehntelfinale. So weit hatte es noch keine Schweizer Mannschaft geschafft im Frauenfussball. Da es nun ein harter Kampf in der Liga gegen Kriens gibt, kann zuversichtlich in die Zukunft schauen. Es geht etwas auf dem Feld.
Aber auch im Clubfussball musste man bittere Pillen schlucken. Das Angstwort “Insolvenz” griff um sich. Frauenfussball machte in Deutschland einige negative Schlagzeilen wegen diesem Unwort des Jahres. Der Verein aus Bad Neuenahr musste den Betrieb in der 1. Frauenfussballbundesliga schliessen. Der FCR 2001 Duisburg kämpfte nun bereits die ganze Zeit gegen die Insolvenz. Eine Lösung wurde jetzt zwar gefunden, doch der schlechte Ruf bleibt. Wir hoffen, dass sich dies ändert.
Nun kommen wir zu unserem persönlichen Highlight: Die Gründung von LadyKick. Ja, es ist erst ein Jahr her. Wenn man nun so zurück denkt, kommt es gar nicht so kurz vor. Vor genau einem Jahr, dem 2. Januar nahmen wir den Betrieb auf unseren Servern erst richtig auf. Vorher beschränkten wir uns nur auf Facebook und bereiteten die Seite vor. Ein Gedanke nahm Formen an. Ein Wunsch wurde ausgesprochen und die Mittel in die Hand genommen. Warum dies? Ein Verein war die Grundlage. Als ich persönlich bei einer Partie war und Stimmen einholte traf ich auf Ernüchterung. Die Spielerinnen fühlten sich nicht genug beachtet von den Medien. Ob dies stimmte? Leider ja. Ein Entscheid wurde getroffen: Wir wollen dem Frauensport helfen und dem Frauenfussball eine Plattform bieten. Dank der grossen Unterstützung von unseren fleissigen Schreiberlingen aus Deutschland, welche immer mehr den Weg zu uns fanden und nun ein Teil der Familie sind, konnten wir LadyKick in Deutschland und der Schweiz aufbauen.
Nun stehen wir heute hier. Doch wir wollen nicht ruhen. Denn eines der wichtigsten Sprichworte des Sportes ist auch uns bekannt: “Wer sich auf Lorbeeren ausruht hat bereits verloren, Stillstand bedeutet Tod.” Wir wollen deshalb unser Angebot weiter ausbauen, dem Frauenfussball die Plattform bieten, die er schon lange verdienen würde. Es soll dabei ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander sein. Wir danken deshalb allen Clubs, die dieses Projekt unterstützen und hoffen, dass sich noch einige mehr dazu gesellen, vor allem aus der Schweiz, welche leider in diesem Punkt nicht über diese professionellen Strukturen zu verfügen scheint, wie sie in Deutschland im Aufbau sind oder bereits erbaut wurden.
Ja, es war ein spannendes Jahr 2013. Doch das soll nicht heissen, dass 2014 es nicht toppen kann. Wir sind gespannt, was das Neue Jahr für den Frauenfussball und für LadyKick übrig hat.
Wir wünschen allen Leidenschaftlichen Fussballerinnen und Fussballern auf diesem Weg auch noch Alles Gute im Neuen Jahr und danken allen die LadyKick in diesem Jahr unterstützt haben, natürlich vor allem all unseren täglichen Lesern!

